Möbelbau an der Mittelschule am Schlossberg

Schüler der Mittelschule am Schlossberg in Regenstauf bauten Möbelstücke

 

 

Eine kleine Möbelschau im Foyer der Mittelschule am Schlossberg in Regenstauf versetzte die Besucher der Schule in Erstaunen. „Was sind das für tolle Möbelstücke? Wer hat die angefertigt und was macht ihr damit? Wo kann man die kaufen?“

Die Antwort verblüffte: Es handelte sich um die Werkstücke der Schüler dem Wahlpflichtfach Technik der Klassen M10 a/b, die hier ihre Werkstücke zeigten. Dazu gehörten u.a. eine große Gartenbank, verschiedene freistehende Regale, kleine Schränke, ein Hundekörbchen, ein überdimensionaler Gartenstuhl und besonders kreativ gestaltete Schmuckwandregale.

 

An der Mittelschule Regenstauf wird die Vorbereitung der Schüler auf das spätere Berufsleben sehr groß geschrieben. So lernen die Schüler in der 7. Klasse die berufsorientierenden Zweige Wirtschaft, Technik und Soziales kennen und entscheiden sich in der 8. Klasse für zwei dieser Pflichtwahlfächer. Technisches Zeichnen per Hand und das anschließende Umsetzen am PC mit einem CAD-Programm gehören genauso zu den Lernzielen im Fach Technik wie betriebswirtschaftliches Handeln und die Anfertigung von Werkstücken aus Holz, Metall und Kunststoff.

 

Das Thema für die Schüler der 10. Klasse lautete schlicht „Möbelbau“. Die einzige Vorgabe ihres Lehrers Christian Nibler war, das Möbelstück sollte so gestaltet sein, dass die Schüler es auch nach Hause transportieren können und dass sie sich die Herstellung entsprechend ihrer persönlichen Fähigkeiten auch zutrauen. Selbstverständlich begleitet sie ihr Lehrer bei der Herstellung und gab auch die eine oder andere Hilfestellung. Nachdem jeder sich ein Werkstück überlegt hatte, galt es eine erste Skizze anzufertigen, wie Nikolas Wild erzählt. Danach wurde eine technische Zeichnung erstellt und diese schließlich am PC die CAD-Zeichnung gefertigt. Er hatte sich für einen kleinen Werkzeugschrank entschieden. Es ist nicht sein erstes Werkstück, wie er erzählt. So hat er z.B. einen Kerzenständer gedrechselt. Wenn er im Sommer die Schule mit der Mittleren Reife verlässt, wird er eine Ausbildung zum Schreiner beginnen. Auch Matthias Scheuerer hat schon immer gerne mit Holz gearbeitet. Zu Hause hat er bereits einen Meerschweinchenstall gebaut, in der Schule hat er sich einen Unterschrank für sein Aquarium gewählt. Ein besonders großes Werkstück, eine Gartenbank, wählte Gernot Klier. Es ist ein Geschenk für seine Mutter. Gemeinsam mit seinen Cousins hat er bereits einen Gartentisch gebaut. Allen drei hat die Herstellung der Möbelstücke viel Spaß bereitet.

 

„Es war das Schönste und Größte im Fach Technik“, waren sich alle drei Schüler einig.

Aber nicht nur Jungs sind im Fach Technik vertreten, auch zwei Mädchen hatten viel Spaß bei den Arbeiten mit Holz. Aneke Best und Katharina Müller bekunden ein starkes Interesse an allem, was mit Technik zu tun hat. Aneke fertigte ein tolles Kreativ-Regal und Katharina einen Medien-Tisch. Ich bin gerne kreativ und in diesem Projekt konnte ich meine eigenen Grenzen kennenlernen, erzählt Aneke.

 

Christian Nibler ist mit seinen Schülern sehr zufrieden. „Ich habe ihnen in den vier Jahren Technikunterricht offensichtlich das nötige Rüstzeug für ein solches Projekt vermitteln können“, stellt er stolz fest. Die Schüler wählten nicht nur eigenständig ihr Möbelstück, sie waren auch für die Zusammenstellung der notwendigen Materialien, deren Beschaffung und schließlich für die Herstellung verantwortlich, erzählt er.

Die anderen Lehrer waren so begeistert von den fertigen Werkstücken, dass immer wieder Anfragen kamen, ob man nicht das eine oder andere Möbelstück käuflich erwerben könnte.

 

„Wir können stolz auf unsere Schüler sein. Sie werden außerhalb der Schule oft unterschätzt, das ist schade. Sie haben die Möglichkeit, an der Mittelschule die Mittlere Reife zu erreichen, die der an der Realschule gleichwertig ist“, erklärt Schulleiter Alois Amann.  

Ein paar Meinungen von Schülern und Lehrern zu dem Projekt:

Aneke Best: „Es ist toll, wenn ich mit meinen eigenen Händen etwas herstellen kann, was bleibt, was ich mit nach Hause nehmen und mich noch lange darüber freuen kann.“

 

Christian Nibler: „Für mich ist es besonders schön, zu sehen, dass meine Schüler die gelernten Arbeitstechniken in einem umfassenden Projekt ohne große Schwierigkeiten umsetzen können. Die Ergebnisse sind super geworden!“

 

Antonia Heinrich: „Es hat mir sehr gefallen, dass die Schüler so stolz auf ihre Werke waren. Einige der Möbelstücke hätte ich gerne selbst erworben.“ 

 

Thomas Adamietz: „Mich hat die Kreativität der Schüler genauso wie die Bereitschaft und Motivation auch in der Freizeit an ihren Objekten zu arbeiten fasziniert. Mit großer Begeisterung haben sie mir im Nachhinein genau den Entstehungsprozess erklärt.“ 

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