"Momo" Radost Bokel packt noch immer

Im Rahmen der Leseförderung an der Mittelschule am Schlossberg hatte die Lesebeauftragte Margit Neubauer eine Lesung mit Radost Bokel, seinerzeit die Momo-Darstellerin, und ihrem Schauspielkollegen Jean-Marc Birkholz organisiert. Die beiden Schauspieler lasen aus dem bekannten Kinderbuch „Momo“ von Michael Ende und zogen die über 200 Schülerinnen und Schüler der 7. bis 9. Klassen der Mittelschule schnell in ihren Bann. „Eigentlich fand ich den Momo-Film gar nicht so spannend, aber die Lesung war toll, da hatte ich das Gefühl, als wäre ich direkt bei den Dreharbeiten dabei gewesen“, stellte Lisa nach Abschluss der Veranstaltung fest. Die Auszüge aus dem Buch spiegelten das Leben Momos vor allem im Konflikt mit den grauen Zeitmenschen wider. Jean-Marc Birkholz erweckte die Figuren aus „Momo“ auf besondere Art zum Leben. Mit seiner außergewöhnlich wandelbaren Stimme entführte er die Schüler immer wieder in eine wundersame und fesselnde Phantasiewelt, in der ein kleines Mädchen die Menschen vor den zeitraubenden grauen Männern rettet. Kleine Auszüge aus dem Kinofilm sowie Bilder von den Dreharbeiten unterstützten den Vortrag optisch. Radost Bokel las jedoch nicht nur ausgewählte Textstellen, sie berichtet vor allem auch über ihre spannenden Erlebnisse während der Dreharbeiten. Die Schauspielerin Rosemarie Fendel arbeitete als Coach für die damals 10-Jährige. „Ich konnte keine Angst spielen, ich musste mich immer kaputt lachen“, berichtete Bokel. Doch Fendel habe ihr gezeigt, wie das geht. Auch Otto Walkes habe sie aufgemuntert und ihr das Pfeifen durch die Zunge beigebracht, als er mit seinem Privatjet Mario Adorf, Armin Müller Stahl und die anderen Schauspieler besuchen kam.

1985 hatte Michael Ende Radost Bokel unter hunderten von Bewerberinnen für die Rolle der Momo ausgesucht. Damit begann für sie eine aufregende Zeit während der Dreharbeiten in Italien, wie sie den Schülern berichtete. 3 ½ Monate ohne ihre Familie, aber auch ohne Schule. Nur leider wurde auch ein Lehrer mitgeschickt: „Das war doof“, erzählte sie. Im Anschluss an die Lesung hatten die Schüler noch viele Fragen. „Haben Sie heute noch Verbindung zu den Schauspielern von damals?“ Leider seien die Kontakte heute nur noch spärlich, antwortet Radost Bokel. Ein anderer Schüler wollte wissen, ob sie gleich nach „Momo“ noch weitere Filme gemacht habe. Sie habe wohl viele Angebote erhalten und auch immer mal wieder in einem Film mitgespielt, aber sie habe ja zur Schule gehen müssen und nicht immer sei die Schule bereit gewesen, sie vom Unterricht zu befreien. Abschließend wollte Radost Bokel von den Schülern wissen, was denn die Message des Films sei. Eine Schülerin brachte es auf den Punkt: „Es ist wichtig, dass wir unsere Zeit einteilen und sie für etwas Sinnvolles nutzen.“ Die „grauen Herren“ seien auch heute noch Zeiträuber, meinte Jean-Marc Birkholz. „Das können Fernsehserien sein, die euch von euren Freunden wegziehen oder das Handy, von dem ihr den Blick nicht löst, auch wenn ihr euch gerade mit euren Freunden unterhaltet. Deshalb verbringt wieder mehr Zeit mit euren Freunden!“

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Radost Bokel spielte in der Verfilmung von „Momo“ 1986, bei der Michael Ende selbst am Drehbuch beteiligt war, als 10-Jährige die Titelrolle. Für ihre Rolle wurde sie unter anderem mit dem BAMBI und dem Francois-Truffaut-Preis ausgezeichnet. Radost Bokel dreht seitdem erfolgreich für Film und Fernsehen.

Jean-Marc Birkholz, Schauspieler und Synchronsprecher hat bereits zahlreiche Hörspiele besprochen und synchronisiert immer wieder für Kino und Fernsehen. Bekannt wurde er mit der Telenovela „Verliebt in Berlin“.

MZ-Bericht "Momo" Radost Bokel packt noch immer.

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