Eine runde Sache

Projektarbeit: Gartenkugeln aus Ton

 

Wie wird aus einem unförmigen Klumpen Ton eine perfekt runde Tonkugel?

Diese Frage stellten sich die 8 Schüler der Klasse 7a und 7b, die an dem Projekt teilnahmen.

Nimmt mach einfach eine Klumpen Ton und formt ihn zu einer runden Kugel? Nein!

Wie so oft im Handwerk sieht das Ergebnis einfach aus und der Weg dahin ist für Laien erst einmal ein Rätsel.

Innerhalb von 4 Doppelstunden fertigte jeder Schüler seine eigene Tonkugel, indem er unter Anleitung einer Ergotherapeutin zunächst zwei halbkugelförmige Gipsschalen mit Tonplatten auslegte. Diese wurden im zweiten Schritt, als der Ton fast trocken, aber noch bearbeitbar war, miteinander verbunden. Nun wurden die Kugeln im Ofen gebrannt. Dann wurde die Glasur aufgetragen und die Kugeln mussten erneut in den Ofen, diesmal bei 1250 Grad Celsius, denn nur so können sie Wind und Wetter, Hitze, Kälte und Frost unbeschadet überstehen.

 

Den Schülern kam ihr Vorwissen zugute, denn viele hatten schon Erfahrungen mit dem Werkstoff Ton. Dennoch konnten sie auch neue Erfahrungen sammeln. In diesem Projekt ging es weniger um den kreativen Umgang mit dem Element Ton, bei dem man sich von seiner Formbarkeit inspirieren lässt, sondern Ziel war es, diesen Werkstoff in genau die Form zu bringen, die vorgegeben war – eine Kugel.

Es ging darum, Arbeitsanweisungen zu verstehen und genau umzusetzen, sorgfältig und sauber zu arbeiten und Rückschläge auszuhalten. Denn nicht alles, was man in den Tonofen hineinstellt, um es zu brennen, kommt heil wieder heraus, manche Werkstücke überstehen den Brand nicht und zerbrechen – das mussten einige Schüler leider selbst erfahren.

Generell ist Ton immer eine gute Übung in Sachen Geduld und Frustrationstoleranz, denn trotz moderner Technik hat man nicht alles selbst in der Hand, bei jedem Brand kann etwas kaputt gehen oder Glasuren haben nicht die gewünschte Farbe. Nicht umsonst stellten die alten Töpfermeister in der Zeit, in der es noch keine elektrischen Tonöfen gab, aus den Tonresten einen kleinen Talisman, einen Tonofengeist her, der die Tonware während des Brennens bewachen und dem Töpfermeister Glück bringen sollte.

Das Arbeiten mit Ton ist eine der ältesten Kulturtechniken der Menschheit, schon rund 24.000 Jahre v. Chr. fertigten Mammutjäger Tonfiguren an, meist Tiernachbildungen oder rituelle Gegenstände. Später wurden aus Ton Aufbewahrungsgefäße beispielsweise für Lebensmittel hergestellt.

Mit unseren Händen etwas Bleibendes zu schaffen, ist eine wichtige Erfahrung, die uns Selbstwertgefühl vermittelt. Wir können diesem Material eine Form geben und manchmal wird daraus eine RUNDE SACHE.

Die fertigen Kugeln schmücken nun das Atrium der Schule.

Termine

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