Referat von Thomas Halter

Tipps und Anregungen für eine erfolgreiche Bewerbung

 

Stellvertretend für die Ausbildungsbetriebe gab Thomas Halter den Schülerinnen und Schüler ein paar interessante und sehr hilfreiche Tipps und Anregungen für eine erfolgreiche Bewerbung.

 

„Grundsätzlich sind die Chancen für die Mittelschüler auf einen Ausbildungsplatz in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Zum einen nehmen durch die geburtenschwachen Jahrgänge die potentiellen Bewerber auf Ausbildungsstellen stetig ab, zum anderen ist die Tendenz festzustellen, dass mehr junge Leute ein Studium absolvieren wollen.

Heute ist das Schulsystem wesentlich flexibler. Ihr könnt mit dem Mittelschulabschluss oder dem Quali eine Lehre beginnen und dann die Weiterbildung an einer BOS und anschließend ist ein Studium möglich oder im M-Zug die mittlere Reife dranhängen. Danach steht die FOS als mögliche Fortsetzung offen und ein Studium ist ebenfalls möglich.

Ich will damit nicht sagen, dass ihr alle studieren sollt, denn wir brauchen nicht nur Akademiker, wir brauchen auch gut ausgebildete Facharbeiter. Ein gesunder Mix ist entscheidend.

Was ich damit aber schon sagen will ist, dass die Entscheidung für die Mittelschule keine Sackgasse ist, die man in jungen Jahren getroffen hat und die man dann nicht mehr ändern kann.

Die Chancen stehen für die Absolventen der Mittelschule also gut!

 

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Ein paar Gedanken zu Eurer Berufswahl und Bewerbung für eine Ausbildungsstelle:

Die Phase der Berufsfindung lässt sich in 3 bzw. 4 Stufen untergliedern:

 

Phase 1 – die Entscheidungsphase

Ein Teil dieser Phase ist heute dieser Tag der Ausbildung in Regenstauf. Es ist die einmalige Gelegenheit, an einem Tag viele Berufsbilder und Ausbildungsbetriebe kennenzulernen, um herauszufinden, welche Möglichkeiten gibt es und wo die Stärken und Fähigkeiten jedes Bewerbers am besten zur Geltung kommen.

 

Wir prästieren heute unsere Ausbildungsmöglichkeiten und hoffen, Euch die Entscheidung leichter zu machen. Die Firmen sind aber auch hier, um neue Lehrlinge kennenzulernen. Ihr sucht eine Lehrstelle, wir suchen Lehrlinge. Im optimalen Fall finden die richtigen Lehrlinge die richtige Lehrstelle.

 

Phase 2 – Bewerbungen schreiben

Wie eine gute schriftliche Bewerbung aussieht, hat ihr sicher schon in der Schule gelernt oder man kann es auch in Fachbeiträgen nachlesen. Auf diese allgemeinen Tipps möchte ich hier nicht eingehen. Ich gebe gerne ein paar zusätzliche Tipps, die den meisten Personalverantwortlichen und Ausbildern wichtig sind.

 

Ich kann bestätigen, dass die Qualität der Bewerbungen, die bei unserer Firma eingehen, in den letzten Jahren immer besser geworden ist. Das heißt für Euch aber auch, ihr müsst euch mit immer besseren Mitbewerbern vergleichen lassen und müsst deshalb noch besser sein, um aus dem Stapel der Bewerbungen hervorzustechen.

 

Wie kann man das erreichen?

Man muss sich für die Firma interessant machen.

Es genügt sicher nicht, sich mit einer Standardbewerbung bei allen Firmen, egal welcher Branche, die im Umkreis von 5 km um den Wohnort ansässig sind, zu bewerben.

Eine Bewerbung ist immer individuell auf die jeweilige Firma ausgerichtet.

 

Wie kann ich das erreichen?

Stellt einen Bezug her, zu dem Beruf oder zu der Firma, z.B.
 

  • Ich kenne ihre Firma durch Erzählungen meines Onkels, der bei ihnen arbeitet
  • Ich habe ihre Firma beim Ausbildertag in Regenstauf kennengelernt und bin mir nun sicher, diesen Beruf in ihrer Firma erlernen zu wollen.
  • Ich lernte ihre Firma im Rahmen eines Praktikums kennen, das ich bei ihnen absolviert habe.
  • usw.

 

Natürlich gehören in jede Bewerbungsmappe die letzten beiden Zeugnisse in Kopie.

Klar ist, dass gute Noten schon mal ein erster Schritt sind, um die Firma auf sich aufmerksam zu machen. Dies gilt vor allem für Noten in den Fächern, die für die Ausbildung wichtig sind.

 

Bei einer Ausbildung in einem technischen Beruf liegt der Schwerpunkt natürlich auf Fächern wie Mathematik und technischem Zeichnen. In anderen Berufszweigen ist vielleicht Deutsch oder Englisch wichtig. Das heißt, eure Fähigkeiten sollten sich in eurem Berufswunsch widerspiegeln. Wir legen nicht deswegen großen Wert darauf, weil wir euch Steine in den Weg legen wollen, sondern weil diese Fächer für diesen Beruf sehr wichtig sind und sonst in der Berufsschule große Schwierigkeiten auftreten werden.

 

Was mache ich aber, wenn meine Noten insgesamt gesehen nicht optimal sind? Oder wenn gerade die Noten der Fächer schlecht sind, die ich für diesen Beruf brauche?

Dann müsst ihr noch deutlicher machen, dass ihr genau diesen Beruf in genau dieser Firma erlernen wollte und auf alle eure sonstigen Vorzüge hinweisen.

 

Dies kann z.B auch soziales Engagement sein:
 

  • als Streitschlichter
  • als Busbegleiter
  • als schulischer Ersthelfer
  • als Mitglied der Feuerwehr
  • als aktives Mitglied vielleicht sogar als Mannschaftskapitän in einem Sportverein

 

Dies liest sich einem Lebenslauf bei den Hobbies besser als: Chillen und herumhängen

 

Weitere Pluspunkte kann man natürlich auch durch Praktika sammeln.

Wollt ihr Euer Interesse an der Ausbildung verdeutlichen, könnt ihr der Firma auch noch ein kurzes Probepraktikum anbieten.

Grundsätzlich gilt: Praktika sind eine gute Möglichkeit zu beweisen, dass ihr euch Gedanken gemacht habt, welchen Beruf ihr später ausüben wollt.

 

Phase 3: das Bewerbungsgespräch

Zu den allgemeinen Ratschlägen, z.B. pünktlich erscheinen, ordentlich und dem Berufsfeld angemessen gekleidet sein, hier noch ein paar zusätzliche Tipps für das Bewerbungsgespräch.

 

Für die Eltern gilt: Sie können ihre Kinder gerne zum Bewerbungsgespräch bringen. Das Gespräch findet in unserer Firma aber ohne die Eltern statt. Sie können gerne im Eingangsbereich warten oder einen kleinen Spaziergang machen.

 

Was beim Bewerbungsgespräch noch draußen bleiben muss, sind Kaugummi und Smartphone. Ihr werdet die Zeit des Bewerbungsgesprächs ohne Handy und Smartphone auskommen müssen. Und was noch schlimmer ist, ihr werdet später in der Ausbildung bei den meisten Firmen auf dieses Gerät ebenfalls verzichten müssen. Aber ihr werdet sehen, man kann auch ein paar Stunden ohne Smartphone überleben.

 

Im Bewerbungsgespräch ist es nun ganz wichtig, dass ihr euch über den Ausbildungsberuf und auch über die Firma genau informiert habt. Dies dürfte im Zeitalter des Internets auch nicht so schwierig sein.

Ihr müsst davon ausgehen, dass ihr gefragt werdet, warum ihr euch gerade bei dieser Firma beworben habt und was ihr bereits über diese Firma wisst.

 

Zwei Beispiele:

Zuerst das negative: auf die Frage, „was wissen sie schon über unsere Firma?“ sagte der Bewerber: „Sie fertigen Bremsen“ (kurze Pause) dann war Schweigen. Ich fragte, ob er noch etwas wisse, darauf kam die Antwort „mehr weiß ich nicht“.

Man muss wissen, dass schon in unserem Logo unser Firmenname und darunter die Worte „Bremsen – Achsen“ stehen, auf dem Briefpapier, auf dem die Einladung gedruckt war und auf großen Lettern über dem Eingang unseres Firmengebäudes.

Daraus kann man dann zwei Schlüsse ziehen, entweder der Bewerber war so nervös, dass er alles vergessen hat oder er hatte sich nicht gut vorbereitet.

 

Jetzt das positive Beispiel: auf die gleiche Frage hat uns eine Bewerberin viele Produkte aufgezählt, die wir herstellen, wann die Firma gegründet wurde, wer der Inhaber ist, wie viele Mitarbeiter beschäftigt sind und an welchen internationalen Standorten Werke bestehen. Diese Infos stehen natürlich alle auf unserer Homepage, aber sie hatte sich damit beschäftigt und damit ihr Interesse gezeigt, für unsere Firma arbeiten zu wollen.

 

Phase 4: Weiterbildung im Betrieb

 

 

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