Mittelschüler tauchen in die Welt des "Doktor Schiwago" ein!

Reportage:

 

Mittelschüler tauchen in die Welt des „Doktor Schiwago“ ein!

 

Vom Buch und den Filmen über einen Probenbesuch bis zur Weltpremiere: Unser Schiwago-Projekt!

Gespannt warten wir auf unser diesjähriges Recherchethema beim Projekt „Zeitung in der Schule“. Als unsere Lehrerin Frau Kehrls den Umschlag öffnet und uns das Thema „Besuch einer Probe zur Oper Doktor Schiwago“ verkündet, hält sich die Freude in Grenzen. Einigen fällt zu „Schiwago“ nur die gleichnamige Eissorte ein, die meisten jedoch können gar nichts damit anfangen. Im Internet holen wir uns erste Informationen und stoßen auf die beiden Verfilmungen, die auf dem weltberühmten Roman „Doktor Schiwago“ von Boris Pasternak, den wir uns als Restposten bestellen, basieren. In den nächsten Tagen lesen wir mehr oder weniger intensiv den 718-Seiten starken Wälzer. Außerdem vergleichen wir die beiden Filme, den berühmten, Oskar prämierten Film von 1965 mit Omar Sharif und die werktreuere Neuverfilmung aus dem Jahr 2002 mit Keira Knightley, mit der Romanvorlage. Damit wir optimal auf den Probenbesuch vorbereitet sind, bekommen wir zudem die Aufgabe, eine fächerübergreifende Projektmappe zur russischen Geschichte und der literarischen Verarbeitung im Roman zu erstellen. Immer tiefer tauchen wir in die zerrissene Welt des unglücklich liebenden Helden ein und beginnen endlich, sein Schicksal zu verstehen. Voller Vorfreude überlegen wir uns, wie wohl der junge Komponist und Dirigent Anton Lubchenko dieses Meisterwerk als musikalisches Drama vertont hat und es mit dem Regieteam als Weltpremiere am kleinen Regensburger Stadttheater auf die Bühne bringen wird.

Probe im Stadttheater

Die 10b besucht die Probe zur Oper Doktor Schiwago

Probe im Stadttheater


Endlich ist es so weit: Die verantwortliche Dramaturgin Kathrin Liebhäuser begrüßt uns zur großen Bühnen-Orchesterprobe. Nachdem sie uns einiges über die spannende Entstehung der Auftragsoper als deutsch-russische Kooperation erklärt hat, ist sie verblüfft über unser großes Interesse und Vorwissen und begleitet uns auf den zweiten Rang in den prunkvollen Theatersaal. Über der Fürstenloge haben wir einen exzellenten Blick auf die Bühne und in den Orchestergraben. Zunächst erwartet uns beim üblichen Einspielen des Orchesters ein komisches Wirrwarr und ein Schüler ist völlig außer sich, weil er denkt, dies sei bereits eine sehr gewöhnungsbedürftige Komposition Lubchenkos. Wir erklären ihm, dass ein Fußballspiel ja auch nicht ohne das Aufwärmen beginnt und nicht nur er ist wenige Minuten später beim einheitlichen Stimmen erleichtert. Jetzt geht es wirklich los! Der Kapellmeister Tom Woods vertritt den aus diversen Gründen verhinderten Komponisten Anton Lubchenko und es herrscht entgegen aller Erwartung (siehe MZ-Artikel vom 20.01.2015 „Russland-Konflikt hinter der Bühne“) eine harmonische Arbeitsatmosphäre.

Foto von Jochen Quast

Auf der Bühne wird zuerst folgende weltberühmte Romanszene, die auch in beiden Filmen auftaucht, geprobt: Lara kündigt beim Bügeln an, das Militärlazarett im Ersten Weltkrieg 1917 zu verlassen; Jura gesteht ihr schließlich endlich seine aufrichtige Liebe, die sie nicht erwidern kann und will. Schiwago ist verzweifelt und ihn plagt auch ein schlechtes Gewissen, weil er bald zu seiner Frau Tonja und seinem Sohn Sascha zurückkehren wird. Doktor Schiwago wird sehr sympathisch und voller Charisma von Seymur Karimov gespielt, den wir auch noch später interviewen dürfen. Die Rolle der Lara stellt Michaela Schneider dar, die seit Juli mit einer Trainerin an Ihren Russischkenntnissen feilt und bereits Erfahrung durch die Rolle der Tatjana in der russischen Oper „Eugen Onegin“ gesammelt hat. Als das neue „Laralied“ erklingt, setzt es sich als Ohrwurm sofort in unseren Köpfen fest und lässt uns bis heute nicht mehr los. Fasziniert lauschen wir dem riesigen Orchester und bemerken, dass es besonders viele Streicher und ein großes Schlagwerk mit eindrucksvollen Pauken gibt. Das schlichte, aber dennoch imposante Bühnenbild, in dessen Zentrum sich meist ein drehbares Haus mit Liftfunktion befindet, wird noch vom grellen Arbeitslicht beleuchtet. Die Dramaturgin verrät uns aber schon, dass es bei der Aufführung besondere Lichteffekte, Videoinstallationen und surreale Masken und Kostüme geben wird. Noch kommt uns alles spanisch, äh russisch vor, weil auch der deutsche Übertitel fehlt. Gott sei Dank kennen wir durch unsere Vorarbeit die Handlung und Frau Liebhäuser steht uns erklärend zur Seite und erzählt uns, dass uns gleich einige russische Startenöre erwarten, die für die Kooperation nach Regensburg gekommen sind. Schon ruft der berühmte Andrei Popow, der sogar an der Metropolitan Opera in New York ein Gastspiel hat, eindrucksvoll die Revolution aus und wird dabei vom Regensburger Opernchor unterstützt. Als nächstes wird die Wiedersehensszene geprobt, in der sich Lara und Jura in die Arme fallen. Diese romantische Begegnung wird aber durch einen pöbelnden Betrunkenen, der auch von Popov gesungen wird, gestört. Schiwago möchte sein Verhältnis mit Lara beenden und heimkehren zu seiner Frau, die das zweite Kind erwartet. Jedoch wird er von Partisanen unter der Anführung von Laras Ehemann Strelnikow entführt, die einen Arzt brauchen. In der nächsten Szene, die sehr schwierig ist, weil das Timing beim gleichzeitigen Sprechen und Singen nicht klappt, sitzt Strelnikow in der Badewanne und lässt sich von einer Heilbeterin besprechen, während er seine Vergangenheit mit Lara erzählt. Am Ende erwürgt und ertränkt er die „Hexe“, weil sie für ihn ein Überbleibsel des alten Systems ist und er außerdem von Frauen sehr enttäuscht ist. Nach der vierten Wiederholung dieser Szene sind nicht nur die Musiker und Sänger froh über eine Pause, in der wir uns freuen, ein Interview mit „Doktor Schiwago“ führen zu dürfen…

Bei der Weltpremiere

Vor der Weltpremiere mit Komponist und Dirigent Anton Lubschenko

Bei der Weltpremiere der Oper


Vier Tage später: Es ist Samstagabend und wir befinden uns im eleganten Theaterfoyer, das sich langsam mit festlich gekleideten Besuchern füllt. Auch wir haben uns in Schale geworfen und bekommen sogar mithilfe unserer russischstämmigen Schülerin Karina eine kurze Audienz beim Komponisten und Dirigenten Anton Lubchenko. Gespannt begeben wir uns für die nächsten drei Stunden, die wie im Flug vergehen, auf unsere Plätze. Der Vorhang geht auf und wir kommen erstmals in den Genuss des vollen Stimmvolumens von Michaela Schneider in der Rolle der Lara. Vladimir Baykov beeindruckt uns zwar mit seinem Gesang, jedoch strahlt er wenig Charisma bei den Liebesszenen aus. Überhaupt gerät die Liebesgeschichte in den Hintergrund und uns erwartet ein Mix aus Gedichten, einem Schlaflied, Marsch, Jazz und altbekannten Melodien berühmter russischer Komponisten. Unvergessen bleibt folgende Szene, die uns zeigt, dass Genie und Wahnsinn dicht beieinander liegen: Im Orchestergraben gerät Lubchenko beim Dirigieren völlig in Ekstase und lässt seinen Emotionen in Form eines lauten Schreis freien Lauf; auf der Bühne metzelt Strelnikow mit einer roten Sense zunächst seine Gegner nieder, erschießt eiskalt seine Anhänger und verwischt die Spuren, indem er alles abfackelt. Das Orchester fasziniert uns jetzt mit einer ohrenbetäubenden Höchstleistung und die flammende Videoinstallation trägt ebenfalls zur Dramatik des Infernos bei. Nach der Pause erwartet uns noch eine verrückte Hochzeit, die nur Romanlesern bekannt vorkommt. Schließlich stirbt Schiwago und hinterlässt eine völlig aufgelöste Lara. Als der letzte Paukenschlag verklingt, ertönt tosender Applaus und Lubchenko verneigt sich vor dem Portrait Pasternaks. Dieser Opernabend war eine bereichernde Erfahrung und wir sind froh, dass wir Gelegenheit bekommen haben, an dieser beeindruckenden Weltpremiere, die für viel Gesprächsstoff sorgen wird, teilzunehmen.


 

Interview mit Seymur Karimov, der äußerst sympathischen und charismatischen Zweitbesetzung des Doktor Schiwago:


M10b: Danke, dass Sie sich in Ihrer Probenpause für unsere Fragen Zeit genommen haben. Wann haben Sie angefangen, sich auf die Rolle des Jura vorzubereiten?

 

Seymur K.: Da ich ja mehrere Rollen in dieser Spielzeit singe, habe ich bereits im Juli begonnen, mich mit der Charaktere des Jura Schiwago zu beschäftigen. Das Libretto und die Noten kamen allerdings erst später. Man muss als Sänger sehr flexibel sein, da bis zum Schluss auch noch Änderungen möglich sind, gerade bei einer Uraufführung.

 

M10b: Welche Szene finden Sie persönlich am beeindruckendsten?

 

Seymur K.: Jede Szene ist einzigartig und hat seine eigene Energie. Mir persönlich gefällt jedoch das Solo „Kerzenlied“ sehr gut. Außerdem finde ich die Szene, in der ich als Schiwago sterbe, sehr emotional.

 

M10b: Uns ist aufgefallen, dass sie sehr kraftvoll gesungen haben, Michaela Schneider als Lara allerdings kaum zu hören war. Woran liegt das?

 

Seymur K.: Ich konnte voll aussingen, weil ich ja nur bei zwei von zwölf Vorstellungen den Doktor Schiwago verkörpere und am Vorabend nicht proben musste. Michaela Schneider jedoch ist die einzige Lara und muss ihre Stimme bei der heutigen Probe, in der das Orchester im Mittelpunkt steht, schonen.

 

M10b: Das Libretto der Oper wurde in russischer Sprache verfasst und darf auch nur in Russisch aufgeführt werden. Woher sprechen Sie so gut russisch?

 

Seymur K.: Ich stamme aus Aserbaidschan und dort lernten wir russisch in der Schule. Es ist eine schwierige, aber sehr facettenreiche Sprache. Daher fiel es mir leicht, diese Rolle zu lernen.

 

M10b: Wie gehen Sie mit der enormen Verantwortung, die man bei der Hauptrolle hat, um?

 

Seymur K.: Sicher ist es eine große Verantwortung und es ist ziemlich anstrengend, immer fleißig zu sein. Aber es ist auch eine große Ehre und Bereicherung, vor so vielen Leuten zu spielen. Falls doch einmal ein Fehler passiert, gibt es auch keine Strafe.

 

M10b: Vielen Dank für Ihre Informationen. Wir freuen uns schon sehr auf die Weltpremiere am Samstag und wünschen Ihnen noch viel Erfolg bei den letzten Proben.

Seymur K.: Gerne geschehen. Am Samstag bin ich ja leider nur als Zuhörer dabei, aber ich freue mich auch schon sehr!

 

 

 

Interview mit dem Regensburger Klarinettisten Michael Wolf nach der Premiere:


M10b: Danke, dass Sie sich Zeit nehmen, um unsere Fragen zu beantworten! Zunächst würde uns interessieren, wie lange Sie für die Oper geübt haben.

 

Michael Wolf: Das war dieses Mal sehr schwierig. Eigentlich fangen wir sonst mit den Proben ungefähr einen Monat vor der Premiere an. Üben müssen wir natürlich selbst vorher zuhause. Da es sich aber beim musikalischen Drama „Doktor Schiwago“ von Anton Lubchenko um eine Uraufführung handelte, war die Zeit sehr knapp bemessen. Die Noten wurden erst spät getippt und wir durften sie zunächst auch nicht mitnehmen, da hier und dort noch Änderungen vorgenommen wurden. So kam es, dass wir besonders die schwierige 7. und 8. Szene erst eine Woche vorher üben und proben konnten.

 

M10b: Haben Sie eine Lieblingsszene, die Sie besonders gerne spielen?

 

Michael Wolf: Am schönsten finde ich die Schlussszene. Erstens, weil ich dort mein großes Solo spielen darf; zweitens, weil ich sie für besonders originell halte.

 

M10b: Gibt es auch Stellen, die für Sie schwierig sind?

 

Michael Wolf: Die 7. Szene, in der Komarowski Lara zum Mitkommen bewegt, ist sowohl für den Tenor als auch für das Orchester sehr kompliziert. Wir hatten wie bereits erwähnt kaum Gelegenheit, diese Szene zu proben und Herr Lubchenko erwartete von uns, dass wir die Stellen perfekt vom Blatt spielen, was unmöglich war. Außerdem ist der Schluss der 6. Szene für uns Musiker kaum durchzuhalten, weil wir fast nicht mehr zum Atmen kommen.

 

M10b: Gerade diese Szene, die mit einem visuellen und akustischen Inferno endet, hat uns bei der Premiere besonders beeindruckt! Schade, dass Sie davon im Orchestergraben nichts mitbekommen.

 

Michael Wolf: Doch, auch ich werde die Gelegenheit haben, mir die Oper anzuschauen, weil wir als Klarinettisten zu dritt sind, aber das Orchester nur mit zwei Klarinetten besetzt wird. Ich bin schon gespannt auf die Inszenierung.

 

M10b: Vielen Dank für Ihre Antworten und weiterhin gutes Gelingen bei den nächsten Aufführungen!

 

 

Kommentar von Samuel Schuster und Karina Stach M10b


„Doktor Schiwago reloaded 2015“ – Albtraum mit Happyend?!?


Stellen wir uns vor, ein Nachfahre Pasternaks würde beschließen, einen neuen großen Roman über Russland in der heutigen Zeit zu schreiben. Was für ein brisanter politischer Hintergrund böte sich ihm momentan: Da annektiert Russland im April 2014 ein Stück der Ukraine, die begehrte Halbinsel Krim, weil es sich durch die immer näher rückende NATO bedroht fühlt und einen strategisch wichtigen Militärstützpunkt zurückgewinnen möchte. Die EU und die USA erkennen den aus ihrer Sicht manipulierten Volksentscheid zur Wiedervereinigung mit Russland nicht an und verhängen diverse politische und wirtschaftliche Sanktionen, die jetzt den Rubel in den Keller rollen lassen. Kurze Zeit später greift der Konflikt auf die Ukraine über, die zwischen zwei Stühlen sitzt. Der Westen des Landes möchte einen EU-Beitritt und wünscht sich demokratische Strukturen und wirtschaftlichen Aufschwung. Der Osten sehnt sich Russland als starken Partner herbei, der Gaslieferungen und Finanzspritzen verspricht. Zwischen den prorussischen Separatisten und dem ukrainischen Militär entfachen blutige Kämpfe, die inzwischen zu einem Bürgerkrieg mit mehr als 5000 Toten geworden sind. Im Juli 2014 wird ein Passagierflugzeug, das mit einem Kampfflugzeug verwechselt wurde, über der Ostukraine „aus Versehen“ abgeschossen und es sterben 300 Unschuldige, aus deren Urlaubstraum ein Albtraum für alle Hinterbliebenen wurde! Statt einer Entschuldigung und Aufklärung gibt es bis heute nur gegenseitige Schuldzuweisungen. Immer heftiger werden die Kämpfe im Osten der Ukraine. Ein Großteil der Infrastruktur wird zerstört und die teilweise einseitigen Berichterstattungen der Medien schüren den Hass nur noch mehr. Bekannte aus der Ukraine berichten Grausames: Flughäfen und Brücken werden von beiden Seiten beschossen, ja nicht einmal Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten werden verschont. Teilweise leben die Menschen ohne Strom und Wasser in zerstörten Häusern. Nachbarn mit unterschiedlichen politischen Ansichten bekriegen sich gegenseitig. Man kann keinem mehr trauen und viele versuchen, ihre Heimat zu verlassen. Hinter jedem der geschätzten 800.000 Flüchtlinge aus der Ukraine steckt ein bitteres Einzelschicksal, wie das einer vierköpfigen Familie, die in einer Internetreportage von ihrer Odyssee berichtet. Nachdem ihre Wohnung zerbombt worden war und in ihrem kleinen Dorf die Nahrungsmittel knapp wurden, machten sie sich in einer gefährlichen Nacht- und Nebelaktion auf nach Kiew vorbei am Feuergefecht der Rivalen. In der Hauptstadt konnten sie kurz bei Verwandten unterkommen, fanden aber keine Bleibe, da die Mieten explodierten. Schließlich fliehen sie nach Moskau, werden dort aber auch nicht willkommen geheißen und wohnen in einer Notunterkunft. Jetzt bleibt ihnen nur noch eine Möglichkeit: ab in den Ural, den auch Schiwago für seine Familie als Zufluchtsort suchte, und sich irgendwie eine neue Existenz aufbauen. Doch wie lange wird das gutgehen? Immer öfter hört man die Alarmglocken des „neuen Kalten Krieges“ klingeln. Denn die im Herbst vereinbarte Waffenruhe im Rahmen des Minsker Abkommens wird gerade in den letzten Wochen immer wieder gebrochen. Und es wird immer schlimmer: Putin droht, der Westen würde vergessen, dass er immer noch Atomwaffen besitze und verkündet, er verstärke seine Truppen. Außerdem beschließen auch die prorussischen Separatisten bis zu 100.000 kampfbereite Männer und Frauen zu mobilisieren. Auf der anderen Seite heuert die Ukraine vor allem aus Polen für wenig Geld kriegsbegeisterte Söldner an und die USA diskutieren über Waffenlieferungen an die Ukraine. Merkt denn keiner, wohin dieser Albtraum führen kann?!? „Der Mensch ist des Menschen Wolf!“, schreibt Pasternak einmal im Roman und verwendet einen Ausspruch des Philosophen Thomas Hobbes, dessen grausame Aktualität wir momentan zu spüren bekommen. Wacht endlich auf und hört die Mahnung Gorbatschows, der sich äußerst besorgt zu Wort meldet: Die Welt stehe am Rande eines Abgrunds. Wenn nur einer die Nerven verlöre, käme es zu einem Krieg, den wir alle nicht überleben würden, warnt er Anfang Januar. Da erscheinen uns die Worte aus Lubchenkos Libretto zur Oper „Doktor Schiwago“, in denen es heißt „Die Weltordnung gerät ins Wanken!“ plötzlich hochaktuell! Es ist 5 vor 12! Die Mächtigen dieser Welt sollten sich endlich an einen Tisch setzen und sinnvolle Kompromisse erarbeiten. Bei Streitschlichterkursen an Schulen wird uns Jugendlichen beigebracht, dass Sanktionen und Beschuldigungen zu keiner echten Konfliktlösung führen können, sondern dass beiden Parteien die Chance gegeben werden muss, ihr Gesicht zu wahren. Hört auf, mit unserer Zukunft zu spielen! Denn wir stimmen dem Rapper Godsilla zu, wenn er im Song „Was ist peace?“ Cicero zitiert: „Ungerechter Frieden ist besser als gerechter Krieg!“ Wir haben einen Traum von einem gewaltfreien Europa mit einer neutralen Ukraine als Pufferzone und einer ausgedehnten Freihandelszone, wie es Angela Merkel neulich vorgeschlagen hat. Nur dann kann der politische und wirtschaftliche Albtraum aufhören mit der Hoffnung, dass wir unseren Kindern und Enkelkindern diesen Roman der Weltgeschichte einmal mit Happyend erzählen können.

 

Eintauchen in Welt des „Doktor Schiwago“

 

Mittelschüler beschäftigten sich intensiv mit dem Werk – vom Buch und den Filmen bis zur Weltpremiere am Theater Regensburg.

Von der Klasse M10b, Mittelschule am Schlossberg Regenstauf

Regensburg „Besuch einer Probe zur Oper Doktor Schiwago“ – als unsere Lehrerin Daniela Kehrls unser diesjähriges Recherchethema beim Projekt „Zeitung in der Schule“ verkündet, hält sich die Freude in Grenzen. Die meisten können gar nichts damit anfangen. Im Internet holen wir uns erste Informationen und stoßen auf die beiden Verfilmungen, die auf dem weltberühmten Roman „Doktor Schiwago“ von Boris Pasternak, den wir uns als Restposten bestellen, basieren. In den nächsten Tagen lesen wir mehr oder weniger intensiv den 718 Seiten starken Wälzer.

 

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